zoomsquare präsentiert das Wiener Stadtviertel Kaisermühlen – ein Grätzl zwischen Blues und Sommerhit

ccby – Erich J. Schimek: Ein Blick über Kaisermühlen samt  Alter Donau

Kaisermühlen, das bekannteste Wiener Grätzl in Österreich, hat seinen ganz eigenen Charme. Von alter und neuer Donau umschlossen liegt das Stadtviertel am nördlichen Rand Wiens und bietet Naherholungsmöglichkeiten, die vor allem in den warmen Monaten von der gesamten Wiener Bevölkerung genutzt werden.

Ganz Österreich kennt die Trafikantin Gitti und die anderen Hauptfiguren der 90er-Jahre-Serie „Kaisermühlenblues“, die sich durch´s harte Leben im Arbeiterviertel schlagen. Urwiener Dialekt und derbe Ausdrücke kommen dabei nicht zu kurz – die perfekte Serie, um einen kleinen Blick in die Wiener Seele zu erhaschen. „‘s sind nur a paar Gassen und haufenweis‘ Bam“ singt Marianne Mendt im zugehörigen Titellied, doch Kaisermühlen hat Bewohnern, Tagesausflüglern und Touristen einiges mehr zu bieten.

Touristenhotspot nebenan & Gemeindebauten am Wasser
Zugegeben, Touristen verirren sich eher selten zufällig nach Kaisermühlen. Wenn dann kommen sie ganz absichtlich über die Reichsbrücke und zwar für die Fernsicht vom Donauturm im benachbarten, sehr modernen Viertel „Donau-City“, dem wir uns demnächst widmen werden. Im Gegensatz dazu ist Kaisermühlen ein alt eingesessener
klassischer Arbeiterbezirk, mit einer der höchsten Dichten an Gemeindebauten in ganz Wien. Der berühmteste ist wohl der Goethehof mit dem gleich dahinter befindlichen, sehr beliebten Kaiserwasser samt der urigen SV Donau-Kantine, wo man als einer der letzten Platzerl in Wien den Spritzer noch locker unter zwei Euro trinken kann. Der Name Kaisermühlen rührt übrigens von den zahlreichen Schiffsmühlen, die seinerzeit noch am fließenden Donau-Nebenarm Kaiserwasser Getreide mahlten.

Neuer Turm, alte Kirche
Wie ein Ort, der von der Zeit vergessen wurde, mutet mitten zwischen Hochhäusern die Herz-Jesu-Basilika mit markanten 1950er-Jahre-Turm an, die ihre Säulen der byzantinischen Basilika aus dem abgebrannten Wiener Ringtheater verdankt. Weitere archetektonische Highlights: Die „Platte“, also der mittlerweile überdeckte Kaisermühlendamm, der Backstein-Schornstein als Industriedenkmal und der Campus der privaten Webster Vienna University.

Hochsaison: Sommer
In den Wintermonaten kommen wohl eher wenige Wiener auf die Idee dem Grätzl im Norden einen Besuch abzustatten. Vor allem, weil für die Stadtbewohner „über der Donau“ das sogenannte „Transdanubien“ beginnt, worüber im Scherz stets darauf hingewiesen wird, das der Stadtteil eigentlich gar nicht zu Wien gehöre. Im Sommer pilgern die Wiener aber eben gerne ins „Ausland“, um die manchmal erstickend heißen Temperaturen im kühlen Nass zu ertränken. An der Alten Donau reiht sich nämlich Freischwimmbad an Strandbad an öffentliche Schwimmplätze und so ist es kein Wunder, dass „ins Bad gehen“ zu einer Hauptbeschäftigung der Wiener gehört. Bekanntestes Bad: das Gänsehäufl, das auch wochentags gesteckt voll ist. Neue Donau und Alte Donau bieten aber auch sonst haufenweise Freizeitbeschäftigungen: Tretbootfahren, Segeln, Rudern, Radfahren, Inlineskaten, etc. – das Sportlerherz kommt hier jedenfalls auf seine Kosten.

Gleich draußen
Ein Grund dafür, dass das Grätzl so beliebt ist, besteht sicher darin, dass die Anbindung zu diesem Naherholungsgebiet fast nicht besser geht: Die U1 bringt Erholungssuchende in 9 Minuten vom Stephansplatz zur Haltestelle „Alte Donau“. Vom Westbahnhof zur „Neuen Donau“ dauert es mit der U6 ungefähr eine Viertelstunde. Anwohner können so ihre Immobilie in der Natur genießen und trotzdem gleich in der Stadt sein. Denn obwohl die Nahversorgung mit Supermärkten, Lokalen am Donauufer und Restaurants definitiv gegeben ist, ist das Grätzl bestimmt nicht als Kulinarik-Hochburg bekannt.  Einige Beispiele sollen trotzdem gegeben sein: Der legendäre Eissalon Trento gleich neben der Herz-Jesu-Basilika, das Restaurant Zur Alten Kaisermühle mit seinen legendären Sparerips direkt vom Holzofengrill am Wasser, die Ufertaverne und das Straßenbahnerbad sind jedenfalls einen Besuch wert.

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Katharina Lehner hat zoomsquare im Internet entdeckt, als sie nach Start-ups gesucht hat. Seitdem ist sie immer wieder mit an Board, wenn es um Texte geht. Seit einiger Zeit schreibt sie hier regelmaessig mal informative, mal lustige Blogartikel. Hauptberuflich macht sie etwas mit Medien und dem Internet.