zoomsquare Exklusiv: WU bekommt eigenes Container-Shoppingcenter bei Wiener Trabrennbahn

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(c) mostlikely – Einer der Entwürfe für das neue Shoppingcenter bei der Wiener Trabrennbahn

Schon im Juni 2014 eröffnet auf dem Trabrennbahn-Areal keine zehn Meter neben der WU das erste Container-Shoppingcenter Österreichs. Wie das Wohnungssuche-Startup zoomsquare.com exklusiv herausgefunden hat, entsteht dort mit dem Projekt „Stadtbiotop“ von Boxircus Vienna ein urbaner Marktplatz samt Gastro, Entertainment & hippen Chillout-Area. Im Exklusiv-Interview spricht Initiator Clemens Hromatka mit zoomsquare erstmals über sein Aufsehen erregendes Projekt beim Wiener Prater.

Der 2. Bezirk ist schon ab Juni 2014 um eine echte Attraktion reicher. Direkt zwischen dem neuen WU Campus und der  traditionsreichen Wiener Trabrennbahn entsteht in Rekordzeit Österreichs erstes hippes Shopping-Center aus Containern. Auch wenn dieses Brachgelände (siehe Karte) mit rund 1.000 Quadratmetern derzeit noch einer klassischen „Gstätten“ gleicht, in nicht einmal drei Monaten wird der urbane Shopping-Komplex aus dem Boden gestampft und eröffnet, wie Initiator Clemens Hromatka zoomsquare exklusiv verrät. „Die Verträge wurden eben unterschrieben, Mitte Mai ist Baubeginn.“ Pünktlich vor der Fußball-WM 2014 in Brasilien, für die es ein eigenes Public Viewing geben wird, öffnet das Stadtbiotop also seine Tore.

Die WU vor der Haustüre
Vorerst werden 15 Frachtcontainer zu einem schicken Komplex verbaut, auch Chillout-Areale und Cafés wird es geben. Bei entsprechender Nachfrage wird weiter aufgestockt. Mit der neuen WU und ihren über 20.000 Studenten direkt vor der Haustüre, hat dieses für Österreich neuartige Projekt mit Sicherheit Potential.

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(c) mostlikely – Der Lageplan des innovativsten Shopping-Centers in Österreich

Weg vom Einheitsbrei
Was die Shops angeht, setzt Clemens Hromatka auf einen spannenden Mix: „Wir wollen keinen Einheitsbrei, sondern von Shopping bis Event und Gastro etwas Neues.“ Große Marken sollen dabei eher die Ausnahme darstellen. „Ziel ist es, unseren Kunden und Besuchern in außergewöhnlicher Atmosphäre neue Marken und Produkte zu bieten, die man nicht gleich in jedem Shoppingcenter bekommt.“ Erste Namen folgen demnächst. Auch Kulturschaffende und andere Dienstleister können sich temporär im Container präsentieren.

Junge Labels mit Studentenfokus
Also wohl auch eine interessante Alternative für junge Labels und Designer, die auf ihre Produkte abseits des Mainstreams aufmerksam machen wollen. Umso mehr bei der zu erwartenden Begleit-Publicity zum Projekt und studentischer Zielgruppe.  Die Container kosten je nach Größe zwischen 350 Euro pro Woche und 2.000 Euro pro Monat. Auch Container-Sharing zwecks Kostensenkung ist möglich.

(c) Frau Gerolds Garten – Shopping & chillen mit Containern auch in Zürich

ÖH-WU sieht viel Potential
Chiara Werner-Tutschku, Chefin der Hochschülerschaft an der benachbarten WU, kann diesem Projekt schon jetzt einiges abgewinnen: „Die geplanten Shops und Cafés steigern die Attraktivität des WU Campus weiter. Es ist uns sehr wichtig, dass sich rund um unseren Campus neue Dinge entwickeln und die Nachbarschaft weiter belebt und aufgewertet wird. Ich sehe aber auch eine tolle Möglichkeit für Jungunternehmer. An der WU werden laufend Start-Ups gegründet. Das Container-Center kann für WU-Studenten eine interessante Ausgangsbasis darstellen, um ihre Ideen und Projekte zu präsentieren und zu vermarkten oder sich einfach nur inspirieren zu lassen.“

Trotz Ablaufdatum Expansionspläne
Der kleine hippe Einkaufstempel hat übrigens ein Ablaufdatum. In gut einem Jahr ist das Stadtbiotop frei nach dem urbanen „Pop-Up“-Trend, also Verkaufsraum auf Zeit, schon wieder Geschichte. Gerade deshalb eignen sich Container für solch mobile Projekte laut Initiator Hromatka besonders. Bei entsprechenden Erfolg will der 31-Jährige Wiener, der zuvor in der Unternehmensberatung tätig war, sowohl national als auch international expandieren.

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(c) ccby fsse8info, JasonParis, Matt From London – Der Boxpark in London hat es vor gemacht

Viertel Zwei Plus folgt im Sommer 2015
Abgesehen vom „Coolness“-Faktor sieht er nämlich in der Zwischennutzung, sowohl bei Gebäudeleerständen, aber auch Baulücken ein großes Thema der Immobilienbranche mit reichlich Potential nach oben. „In unserem Fall hat der Grundeigentümer genau solch eine temporäre Nutzung gesucht“, unterstreicht Hromatka den Win-Win Faktor für beide Seiten. An Ort und Stelle wächst dann ab Sommer 2015 das „Viertel Zwei Plus“ (siehe dazu www.viertel-zwei.at) mit Wohnungen und Büros in die Höhe.

Vorbilder von Zürich bis London
Ein Schicksal, das das  „Stadtbiotop“ übrigens mit seinem Züricher Pendant, „Frau Gerolds Garten“ und seinem  prominentesten Vorbild, dem „Boxpark“ in Londoner Eastend, teilt. Dort wurden seit 2011 gleich über 60 Container gereiht und gestapelt und sind vom Insider-Tipp für die Themse-Metropole bereits zum echten Highflyer für Einheimische und Touristen geworden. In drei Jahren ist dann auch dort Schluss, zumindest vorerst, bevor die mobilen Shopping-Center in London, wie in Wien wohl schon in der nächsten Baulücke aufpoppen werden.

PS: Für alle Medienvetreter, die diese Story vermutlich aufgreifen werden. Bitte wie schon bei unserer letzten Exklusiv-Geschichte (Container-Studentenheim auf der Wiener Donauinsel?) auf zoomsquare.com bzw. blog.zoomsquare.com als Quelle verweisen & verlinken. Danke dafür im Voraus. Wenn ihr auch in Zukunft bei unseren Exklusiv-Storys rund ums Thema Wohnen und Immobilien Up-to-date sein wollt, einfach unseren Blog abonnieren.

 

 

 

 

Bernhard ist der PR Wunderwuzzi von zoomsquare. Kein Buchstabe ist vor ihm sicher, er schreibt auf dem Blog hauptsächlich über die Entwicklung von zoomsquare.