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Wohnung oder Studentenheim in Graz ?

Wohnen in Graz

© Steiermark Tourismus, Foto: Hans Wiesenhofer

Ein neues Semester steht an und somit auch die wichtige Frage: Wohnung oder Studentenheim? Damit dir die Entscheidung leichter fällt haben wir uns gemeinsam mit Milestone zusammengesetzt bis die Köpfe geraucht haben und dürfen dir nun die Vorteile der einzelnen Wohnformen für Studenten zusammengeschrieben.

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Berni freut sich über jeden Kommentar unter seinen Blog Beiträgen. Er schreibt regelmäßig über spannende Themen rund um die Wohnungssuche.

zoomsquare Exklusiv: Container-Studentenheim auf der Wiener Donauinsel?

Wien bekommt demnächst hippe Container-Wohndörfer für Studenten. Keine Zeitungsente, sondern tatsächlich Realität, wie das Wohnungssuche-Startup zoomsquare exklusiv herausgefunden hat. Derzeit wird laut Initiator Jörg Duske bereits jede passende Freifläche der Bundeshauptstadt geprüft. In Berlin startete Anfang dieser Woche mit „Frankie & Johnny“ das erste deutsche Studentendorf dieser Art mit großem Rummel. Ein erster Vorgeschmack auf Wien!

Schwimmteich, Grillplatz, Urban Gardening, Boulebahn und Kletterwand – was eigentlich mehr nach Ferienlager klingt, wird derzeit im Berliner Stadtviertel Treptow das neue zu Hause von hunderten Studenten. Die ersten 15 Pioniere sind diese Woche bereits eingezogen. Wer jetzt angesichts all dieser Extras an die neuerdings sprießenden und teuren Luxusappartments für Studenten denkt, liegt voll daneben.

Gepimpter Schiffcontainer mit Alles inklusive Retro Rost
Gewohnt wird für rund 390 Euro All Inclusive, nämlich im Container! Genauer gesagt in Hochsee-Frachtcontainern die aufwendig adaptiert wurden und nun Zug um Zug ihre Tore für die wohnungssuchende Studentenschar öffnen. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung wurde nach einem Architekturwettbewerb das Siegerprojekt „Frankie & Johnny“ umgesetzt: Drei Gebäudetrakte, rostbraun schick, ganz auf der Berliner Recycling-Welle, dazwischen Platz für Terrassen mit hängenden Schlingpflanzen.

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Copyright Holzer Kobler Architekturen

Neben den oben bereits erwähnten Goodies gehören auch Highspeed-Internet, ein eigenes Bad und eine Küchenzeile zu jeder Wohneinheit. Auch Kombinationen sind möglich, also der 2er-Container  für das Pärchen oder die 3er-Variante a’la Big Brother the next Generation. Insgesamt entstehen so 311 Container-Flats.

Hype aus Deutschland hat Wien & Co. im Visier
Jedenfalls ein interessantes Projekt, das in Deutschland enormes Medienecho erzeugt hat und das vor knapp zwei Wochen über 1.000 Schaulustige bei der Eröffnung beäugten. Das wäre doch was für Wien dachten wir uns und fragten kurzerhand bei Initiator Jörg Duske nach. Und was wir da zu hören bekamen, schlug ein wie eine Bombe: „Wir haben Wien als zweitgrößte deutschsprachige Studentenstadt nicht nur am Radar, wir suchen dort bereits geeignete Standorte.“

Auch die Studenten-Hochburgen Graz, Linz, Salzburg oder Innsbruck seien, wie beispielsweise auch ein Projekt in der Slowakei (Anm. Bratislava) laut Duske ebenfalls heiße Kandidaten. Und damit war noch lange nicht genug. „Sobald wir das passende Areal gefunden haben und die Flächenwidmung passt, können wir loslegen. Die Wiener Donauinsel, das wäre doch zum Beispiel was“, so der 51-Jährige schmunzelnd.

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Copyright Maria Parachkevova by Eba51

Der besondere Flair des Containers braucht Platz
Genau die Suche nach dem richtigen Grundstück ist für Duske aus vielerlei Gründen einer der wichtigsten Aspekte: „Ab 3.000 Quadratmeter wird es interessant, denn der Container als tolles architektonisches Element braucht Raum und den richtigen Ort um seine Wirkung zu entfalten. Wir wollen nicht einfach nur Wohnraum schaffen, sondern eine ganz besondere Atmosphäre und Lebensqualität schaffen.“ Neben dem 16 Millionen Euro-Pilotprojekt in Berlin investiert Duske ansonsten mit seiner Firma (estag Capital AG) in junge Startups.

Zu Land & zu Wasser – verrückte Vorbilder in Holland
Container für Studenten sind übrigens eine Idee, die sich in Holland bereits seit längerem höchster Beliebtheit erfreut. „Keetwonen“ heißt die, zugegeben für über 1.000 Studenten etwas größer geratene, „Mutter“ aller Container-Studentenheime in Amsterdam. Duske will nun mit der gepimpten Lifestyle- & Wohlfühl-Variante Containerdorf 2.0 noch eins drauf setzen. Das bisher mit Abstand „coolste“ dieser Projekte steht bzw. liegt übrigens im niederländischen Zwolle vor Anker. Dort wurde kurzerhand ein Frachtkahn samt direkten Wasserzugang mit Containern bestückt und die Grundstückproblematik damit galant umschifft.

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Alter Parkplatz, Fabrik oder Gstätten, nur Öffis sind Pflicht
Vielleicht auch eine Variante für Wien? Das Schulschiff in Wien Floridsdorf baut ja auf ein nicht unähnliches Konzept. Andere Lösungen sind für Duske aber für die Bundeshauptstadt aber vorerst wahrscheinlicher: „Erfahrungsgemäß sind diverse nicht bebaute Freiflächen, Parkplätze, ehemalige Fabriks- oder Gewerbeflächen oder leere Wohnbauprojekte ein heißer Tipp.“

Letztere sind natürlich von Vorteil, weil diese Grundstücke bereits einen Kanalanschluss haben. Am Ende bleibt für ihn bei der Standortwahl aber nur ein einziges Muss-Kriterium: „Höchste Priorität hat für uns der öffentliche Anschluss. In Berlin sind  unsere Studenten jetzt mit den Öffis in 20 Minuten im Zentrum am Alexanderplatz. Auch in Wien sollte die Uni und andere Hotspots in vernünftiger Zeit erreichbar sein.“

ÖH-Vorsitzende sieht Potential
Julia Freidl, ihres Zeichens stellvertretende ÖH-Vorsitzende, kann dem neuen Projekt unter diesen Voraussetzungen angesichts der latenten Wohnproblematik für Studenten durchaus etwas abgewinnen: „Wir begrüßen neue Ideen und halten das Projekt mit Frachcontainern für eine sinnvolle Option. Im Vordergrund müssen die Bedürfnisse der Studierenden stehen. Das ist zum einen die Nähe zur Hochschule und zum anderen die Möglichkeit eines gemeinschaftlichen Austausches mit anderen Studierenden.“

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Alberner Hafen, Oberlaa oder doch Transdanubien?
Bleibt also eigentlich nur mehr eine Frage offen: Wo wird das erste Wiener Studenten-Containerwohndorf stehen? Optionen sind sicherlich genug vorhanden, wenn auch vielleicht nicht auf den ersten Blick. Vielleicht im Grätzl beim Alberner Hafen direkt am Wasser, in Wien Favoriten bei der neuen U1-Endstelle Oberlaa, in Transdanubien oder doch ganz wo anders?

Leere Fabrikareale, kaum genützte Parkplätze oder ungenützte Grundstücke, die noch ihr tristes Dasein fristen, gibt es auch in ganz Wien definitiv genug. Unser Aufruf also an euch:

Wer kennt einen potentiellen Standort für das außergewöhnlichste und mit Sicherheit „rostigste“ Studentheim des Landes? 

Wenn ja, dann immer her damit & am besten gleich unten posten!

Bis es dann wirklich soweit ist, seid ihr herzlich eingeladen mit zoomsquare, dem offiziellen Startup des Jahres 2013 in Österreich nach eurem neuen zu Hause zu suchen! Eine eigene WG-Suche für alle Studenten folgt bei zoomsquare übrigens pünktlich zum Start des kommenden Semesters im Herbst 2014.

Eine Bildergalerie mit weiteren Bildern & Animationen zum „Frankie & Johnny“-Studentendorf in Berlin findet ihr im Laufe des Vormittags dann auf www.facebook.com/zoomsquare.

PS: Eine Bitte schon jetzt an die Medienvertreter, die sich dieser Story vermutlich annehmen werden – bitte auf zoomsquare.com bzw. auf diese Story auf  blog.zoomsquare.com als Quelle verweisen & verlinken. Danke :)

Zusatzinfos & Quellen:
http://www.eba51.de/
http://www.tempohousing.com/projects/keetwonen
http://www.wien.gv.at/flaechenwidmung/public/

Bernhard ist der PR Wunderwuzzi von zoomsquare. Kein Buchstabe ist vor ihm sicher, er schreibt auf dem Blog hauptsächlich über die Entwicklung von zoomsquare.