Terrassen und Balkone enorme Preistreiber bei Wohnungen

preise terrasseDachterrassen verteuern Eigentumswohnungen im Schnitt um bis zu 70 Prozent
Fernblick mit geräumiger Dachterrasse in zentraler Lage, nahe der Innenstadt. So sieht für Viele der Traum von modernem, urbanem Leben aus. Leistbar ist das aber nur für die Wenigsten. Eigentumswohnungen mit Dachterrassen kosten in Wien im Schnitt um 30 Prozent mehr als Objekte ohne Freiflächen.

Zentrumsnahe Terrassenwohnungen werden zum Luxusgut

Bei der Höhe der Preisunterschiede spielt in Wien vor allem die Lage eine Rolle. Besonders stark als Kostentreiber wirken die Dachterrassen bei Eigentumswohnungen in dicht verbauten, innerstädtischen Gebieten. Die größten Unterschiede gibt es im vierten Wiener Gemeindebezirk. Im ohnehin schon höherpreisigen Wien Wieden kosten Wohnungen mit Dachterrasse im Schnitt um 70 Prozent mehr als Objekte ohne Freifläche. An zweiter Stelle folgt der fünfte Bezirk, Margareten, mit knapp 54 Prozent Preisaufschlag vor Ottakring mit einem Plus von 49 Prozent. Dahinter liegt Döbling mit etwa 47 Prozent. In der Wiener Innenstadt liegen die Kosten für Dachterrassenwohnungen 44 Prozent über dem Normalwert. Auch in den zentrumsnahen Bezirken Leopoldstadt, Landstraße, in der Brigittenau, sowie in Hietzing verursachen Dachterrassen einen Preisaufschlag zwischen 40 und 45 Prozent. Relativ geringe Preisaufschläge verursachen Terrassen in den Flächenbezirken Floridsdorf, Donaustadt und Liesing. Hier kosten Wohnungen mit den begehrten Freiflächen im Schnitt zehn bis zwölf Prozent mehr als vergleichbare Objekte ohne Freiflächen. In den restlichen Wiener Gemeindebezirken liegen Kosten zwischen 24 und 37 Prozent über dem Normalwert.

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Auch in den Landeshauptstädten sind Eigentumswohnungen mit Dachterrassen sehr begehrt. In Klagenfurt sind Käufer bereit im Schnitt 55 Prozent mehr für derartigen Luxus zu bezahlen. Auch in Graz und Innsbruck bringen die begehrten Freiflächen mit einem Plus von 28 bzw. 23 Prozent heftige Preisaufschläge mit sich. In Salzburg, Linz und Bregenz liegen die Mehrkosten noch relativ moderat zwischen 14 und 18 Prozent. „Wohnungen mit Dachterrassen sind gerade in Wien zum Luxusgut geworden. Früher konnte sich ein Käufer einer Eigentumswohnung überlegen, ob er lieber eine Wohnung mit Terrasse möchte oder eine normale Wohnung und den Differenzbetrag in ein neues Mittelklasseauto investiert. Heute stellt sich eher die Frage – Terrasse oder Zweitwohnung“, analysiert unser Co-Founder Christoph Richter die Preisentwicklung bei Dachterrassenwohnungen.

Wohnungen mit Dachterrassen sind gerade in Wien zum Luxusgut geworden.

Bei Balkonen kommt es auf die Qualität an

Ähnlich wie bei Dachterrassenwohnungen, steigern auch Balkone den Wert von Eigentumsobjekten zum Teil enorm. Jedoch spielen hier weitaus mehr Faktoren eine Rolle. Neben der Freifläche und der Lage sind hier vor allem die Größe, die Etage und der allgemeine Zustand des Hauses von zentraler Bedeutung. Das schlägt sich auch auf die durchschnittlichen Preise für Eigentumswohnungen mit Balkon nieder. An der Spitze liegt Wien Landstraße mit Mehrkosten von 48 Prozent im Vergleich zu Objekten ohne Freifläche. Dahinter folgt Hietzing mit einem Plus von 36 Prozent vor Döbling mit 33 Prozent. Ebenfalls starke Preisunterschiede durch Balkone zeigt die Analyse in den zentralen, urbanen Bezirken Wieden, Margareten, Mariahilf, Ottakring und in der Brigittenau, ebenso wie in Simmering. Hier liegen die Mehrkosten bei 20 bis 30 Prozent.

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In den restlichen Wiener Bezirken liegen die Preisunterschiede im einstelligen Prozentbereich. Ein Grund dafür ist, dass viele Balkonwohnungen in den 60er und 70er Jahren errichtet wurden . Häuser aus diesen Bauperioden erfreuen sich nicht unbedingt der höchsten Beliebtheit. Der Trend geht eher in Richtung Altbauwohnung nahe der Innenstadt mit hohen Decken und schöner Außenfassade. Hier sind die Möglichkeiten Balkone zu errichten jedoch stark begrenzt. Wohnungssuchende entscheiden sich häufig eher für den schönen Stilaltbau und verzichten dafür auf einen Balkon in einem Nachkriegsbau, der außer dem Balkon weitaus weniger Wohnqualität bietet.

Gegenläufiger Trend bei Balkonen in den Landeshauptstädten und der Wiener Innenstadt

Die Spitze des Gegensatzes Altbau vs. Balkon zeigt sich in der Wiener Innenstadt. Hier kosten Wohnungen mit Balkonen sogar um knapp 20 Prozent weniger als Objekte ohne Freifläche. Auch in Landeshauptstädten mit starkem Altbauanteil wie Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck und Klagenfurt zeigt sich, dass Wohnungen mit Balkon im Schnitt zwischen drei und elf Prozent weniger kosten als Objekte ohne Freiflächen.

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Der deutlich geringere Wert von Wohnungen mit Balkonen in der Wiener Innenstadt erklärt sich durch die Baustruktur des Bezirkes. Die meisten Häuser sind Altbauten mit prachtvoller Außenfassade, an denen keine Balkone errichtet werden dürfen. Objekte mit Balkonen sind zumeist Nachkriegsbauten, die nicht sehr begehrt sind und dementsprechend einen geringeren Wert aufweisen. Begehrt sind Freiflächen in der Innenstadt im Dachgeschossausbau. Dort erzielen sie auch enorme Wertsteigerungen.

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