FAQ – Fake-Anzeige: Wie man sie erkennt!

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Internetbetrug auf Wohnungsplattformen ist leider längst zum Alltag geworden für all jene, die auf Wohnungssuche sind. Unsere Top Tipps, damit ihr nicht in die Falle tappt und wie ihr helfen könnt diese Betrüger zur Strecke zu bringen.

Sanierter Altbau, 80 qm, 7. Wiener Gemeindebezirk, 650 Euro inklusive Betriebskosten! Oder: Möblierte Garçonniere mit Balkon um 300 Euro! „Zu gut, um wahr zu sein“ kommt einem als erstes in den Sinn, wenn man so eine Wohnungsanzeige liest – diesem Bauchgefühl sollte man meistens folgen.

Mit der Wohnungssuche sollte man es halten wie mit der Suche nach dem Traumprinzen bzw. der Traumprinzessin: Im Film „Er steht einfach nicht auf dich“ bekommt die Protagonistin den Tipp „Du bist nicht die Ausnahme, du bist die Regel“, als sie davon spricht, dass ihr Objekt der Begierde ja seine Meinung ändern könnte. So ist es auch mit Wohnungen – verrückt günstige Traumwohnungen sind die Ausnahme und wer eine bekommt kann sich extrem glücklich schätzen. Wir, die normalen Menschen, seufzen bei mindestens einem der folgenden Punkte leise:

1. Der Quadratmeterpreis in zentraler Lage liegt bei unter 10 Euro.

2. Die Fotos vermitteln den Eindruck einer Luxuswohnung.

3. Die Anzeige ist auf deutsch, der Vermieter hat einen deutschen Namen und schreibt aber seine Mails auf Englisch.
Die Bilder der
4. Wohnung kommen dir bekannt vor.

5. In der Mail des Vermieters fällt „Western Union“ und dass du Geld überweisen sollst, als „Deposit“ für die Anreise aus dem Ausland oder die Zusendung des Schlüssels.

6. Der Vermieter möchte ein Foto von dir. (Wird oft verwendet, um noch skeptische Interessierte zu überzeugen, dass er ein echter Mensch ist.)

7. Die Mail des Vermieters ist elend lang und enthält Informationen, die dich nicht interessieren. Zum Beispiel, dass seine Tochter in Wien studiert hat.

8. Der Vermieter telefoniert dir nach, nachdem du dich nicht mehr meldest.

9. Zusätzlich zur günstigen Wohnung bekommst du das Millionenerbe eines entfernten Verwandten aus dem Ausland. 😉

Fake-Anzeige: Was tun?

So amüsant Fake-Anzeigen und Mails teilweise sein können, so nervig sind sie bei der Wohnungssuche. Und viele Menschen, die sich nicht so gut mit Internetbetrug auskennen, fallen darauf herein und verlieren teilweise eine große Summe Geld. Was also tun, wenn du eine Fake-Anzeige entdeckst?

  • Dem Plattformbetreiber melden: Bei vielen Portalen kann man Fake-Anzeigen über einen Button oder ähnliches melden. Die Anzeige wird dann gelöscht und der Nutzer evtl. gesperrt.
    Bei zoomsquare kannst du dies (wenn du eingeloggt bist) über den Button „Fehler melden“ machen. Wenn nicht, dann schreib uns doch bitte ein Mail an hello@zoomsquare.com. Danke !
  • Watchlist Internet sammelt Betrugsfallen und stellt sie online. Mittels Formular kann man Fake-Anzeigen melden.
  • Ist man schon in die Falle getappt und hat Geld überwiesen, kann man eine Anzeige bei der Polizei machen. Solche Fälle können leider oft nicht aufgeklärt bzw. die Personen nicht rückverfolgt werden.
Katharina Lehner hat zoomsquare im Internet entdeckt, als sie nach Start-ups gesucht hat. Seitdem ist sie immer wieder mit an Board, wenn es um Texte geht. Seit einiger Zeit schreibt sie hier regelmaessig mal informative, mal lustige Blogartikel. Hauptberuflich macht sie etwas mit Medien und dem Internet.